Rückblick – die Zweite

0
0

Über einen anderen Thread in den sozialen Medien bin ich mal wieder an alte Zeiten erinnert worden.
Gerne möchte ich auch hier an Hand meines Funduses einmal einen Blick in meine Vergangenheit werfen.

Schule

Während meiner Schulzeit gab es noch keine Taschenrechner. Wir lernten noch schriftlich Rechnen und später bei komplizierteren Aufgaben kamen Logarithemtafel und Rechenschieber (steht sogar noch der Preis drauf: 18,80 DM) zum Einsatz. Zudem habe ich noch einen alten hochwertigen Zirkelkasten wiederentdeckt.

Studium

Während des Studiums habe ich mir meinen ersten Taschenrechner – Ti59 –  und später dann einen Thermodrucker zusammengespart. Da konnte man auf kleinen Magnetstreifen Programme in einer eigenen Computersprache abspeichern. Das war schon eine Sensation und eine rießige Erleichterung. Allerdings verflog dabei manche Nacht.

   

  

Gelernt habe ich im Fach EDV (Elektronische Datenverarbeitung – heute IT) die Programmiersprachen Basic, Fortran IV und Pascal.

Mein erstes großes Programm – auf Lochkarten  – ein Zeichung von Höhenprofilen im Straßenbau. Jede Programmzeile entsprach einer Lochkarte; zusätzlich noch Kommentarkarten. Dazu musste man Abends seinen Job im Rechenzentrum der Universität (damals Gesamthochschule) abgeben, der wurde dann über Nacht zur Uni Köln geschickt und dort berechnet. Am nächsten Morgen wurde dann der Plot an der heimischen Uni fertig gestellt und wenn man Glück hatte, lagen die Lochkarten, ein Computerausdruck und eine große Rolle mit der Zeichnung im Fach.

Später dann der erste eigene Computer – ein IBM 8086 mit Floppy-Laufwerk für 2.000 DM. Floppy war eine Magnetscheibe 5 1/4 Zoll mit einer Speicherkapazität von 360 oder 720 KByte und später dann 3 1/2 Zoll (teils auch in schreienden Farben).


Abbildung ähnlich – Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/IBM_Personal_Computer

    

Sicherlich hat auch mein Vater zu diesem Interesse beigetragen. Er war lange Zeit als kaufmännischer Angestellter Leiter eines Rechenzentrums. Die erste Anlage war eine Univac (Universal Automatic Calculator) in einer großen Halle mit Eingabeterminals für Lochkarten und Lochstreifen. Später dann eine IBM – sah aus wie zwei große Kühlschränke (in roter Farbe). Die Anlage wurde mit Magnetbändern und Magnetplatten „gefüttert“. Leider kann ich meinen Vater dazu nicht mehr befragen.


Abbildung ähnlich – Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Universal_Automatic_Calculator

Das alles kann man heute im Heinz-Nixdorf-Museum in Paderborn besichtigen.

Beruf

Später im Beruf wurde an meinen ersten richtigen Arbeitsplatz ein IBM 80286 mit Floppy angeschafft und später dann in einer Erweiterungseinheit eine Festplatte (Expansion Unit 5161 Model 1). Dabei gab es noch Diskussionen, ob besser eine 20 MByte Platte oder zwei 10-MByte-Platten angeschafft werden sollten. Heute lachen wir darüber, aber soooo lange ist das nun auch nicht her. Als Ergänzung gab es dann einen Din-A3-Plotter von HP (HEWLET PACKARD HP 7475A). Leider kannte man damals Programme wie Autocad nicht bzw. wenn, dann waren diese nicht erschwinglich. Also musste man selber ran und mit der integrierten Programmiersprache HPGL eigene Zeichenprogramm entwickeln. Es standen sechs Farbstifte in einem Karussel zur Verfügung und leider hat man schon einmal vergessen den wichtigsten letzten Befehl einzugeben – Stift hoch. Dann wurde zum Schluß die „gelungene“ Zeichnung sehr zum Verdruß einfach durchgestrichen.

Kurz noch zu den Bildern: Ich bin erschrocken wie viele Gegenstände ich aus den alten Zeit noch in irgendwelchen Ecken habe.

Schreibe einen Kommentar