Funkmikrofon für Smartphone und Filmkamera

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Die Auswahl an Lavalier-Mikrofonen ist unüberschaubar und die Preise bewegen sich von „billig“ bis hochpreisig.
Ich hatte schon einmal einen Versuch mit einem kabelgebundenen Mikrofon gemacht – https://georgswelt.de/movo-vxr10/ – , da unsere Videoclips von unserer Nordkapp-Tour mit dem normalen Mikro doch sehr verrauscht waren.

Jetzt möchte ich einmal einen Blick auf Funkmikrofone für Smartphones und Filmkameras werfen.
Dazu habe ich mir drei Exemplare besorgt:


Nor-Tec – gesehen bei Action für 5,99 Euro
Der Lieferumfang besteht aus zwei Mikrofonen mit einfachem Windschutz, einem USB-C-Adapter und einem USB-C-Ladekabel. Die Mikrofone lassen sich mit Hilfe eines Clips anstecken.


Noname – Preis unbekannt (könnte sich von ca. 12 Euro bis ca. 30 Euro bewegen). Der Lieferumfang ist – im Gegensatz zum Nor-Tec etwas umfangreicher und besteht wiederum aus zwei Mikrofonen mit Clip, einem USB-C-Adapter, einem USB-C-Ladekabel und zusätzlich liegt einen Adapter für ältere iPhones bei sowie zwei Windpuschel.



Dji Mic Mini – den Platzhirsch bekommen Sie für etwas über 90 Euro. Der Lieferumfang ist beträchtlich: zwei Mikrofone mit Clip und zusätzlich mit Magneten, einen aufwändigen Adapter mit separatem USB-C-Anschluß (ein Anschluß für ältere iPhones kann zusätzlich erworben werden), vier Windpuschel in zwei Farben und eine Ladeschale. Zusätzlich gibt es noch einen Aufbewahrungsbeutel.

Für einen Test habe ich mir folgendes überlegt:
Ein Glockenspiel für einen (fast) gleichmäßige Tonfolge, ein iPhone auf einem selbgebastelten Ständer, installiert die Film-App „Blackmagic Cam“ und dann jeweils das Mikro einmal nahe und einem ca. einem Meter Abstrand.

iPhone – internes Mikrofon
Gestartet bin ich also mit dem internen iPhone-Mikro für einen Vergleich.
Wenn das iPhone nahe zur Geräuschquelle ist, werden die Töne sehr gut wiedergegeben. Der Klang ist ausgezeichnet.

Nor-Tec
Zunächst das Mikro nahe am Glockenspiel: Mein mit etwas Abstand getätiger Ansagetext ist eigentlich nicht zu verstehen. Die Töne des Glockenspiels werden gut erfasst. Der Klang ist nicht unbedingt brillant. Im zweiten Versuch ist das Nor-Tec mit einem Meter Abstand zum Glockenspiel. Mein Ansagetext und auch das Glockenspiel werden überhaupt nicht aufgezeichnet. Das Mikrofon eigent sich demnach nur für den nahen Bereich.

Noname
Da das unbekannte Mikrofon dem Nor-Tec ähnelt, habe ich hier einem den Windpuschel installiert, was schon ein kleines Unterfangen war. Weder in Nah- noch im Fernbereich wird irgendetwas aufgezeichnet.

DiJ Mico Mini
Mein Ansagetext ist im Nahbereich zu verstehen und der Klang des Glockenspiels brillant. Im Fernbereich kann man den Ansagetext noch erahnen. Das Glockenspiel wird – wenn auch etwas dumpf – aufgezeichnet.

Kleines erstes Fazit
Wer Wert auf Qualität beim Blogging legt, sollte direkt zu einem hochwertigen Mikrofon wie dem Dij Mic Mini greifen. Auch die Akku-Laufzeit ist beträchtlich und in der Ladestation wird es zusätzlich noch einmal aufgefrischt.

Hier geht es noch zu einem sehr ausführlichen Test des Dij Mic Mini 2:
https://www.gamestar.de/artikel/dji-mic-mini-2-test,3454891.html




Ferngläser – kleiner persönlicher Test

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Seit einiger Zeit beschäftigt mich das Thema Ferngläser zur Vogelbobachtung.
Was soll man nur nehmnen? Von einem Experten habe ich dazu folgenden Tipp erhalten:

Neben optischer Leistung sind Gewicht, Handhabbarkeit, Eignung für Brillenträger und Transportierbarkeit wichtig.  Man sollte ein Fernglas haben, durch das man immer wieder gerne schaut.

Zur Zeit stehen mir ein Taschenfernglas Nikon Sportstar …

ein Taschenfernglas Albinar …

und ein Vintage-Fernglas SNS zur Verfügung.

Hinzu kommen noch durch weiteren Zukauf über Kleinanzeigen ein Taschenfernglas von TCM (Tchibo) …

und ein großes Fernglas von Optus zum Vergleich.

Die Ferngläser im Einzelnen:

Name: SNS
Auflösung: 8×30
Sehfeld: 7,5 °
Abmessung eingeklappt: 15 x 11,7 x 5,5 cm
Abmessung in Benutzung: 16,5 x 11,7 x 5,5 cm
Gewicht: 533 gr.
Dioptrieneinstellung: ja
Bemerkung: Das Vintage-Fernglas hat bereits seine besten Tage hinter sich. Es ist abgegriffen und für die Auflösung sehr schwer, dafür liegt es sehr gut in der Hand. Der Schärferegler geht altersbedingt schwer, aber dafür ist ein versehentliches verschieben kaum möglich.

Name: Nikon
Auflösung: 10×25
Sehfeld: 6,5 °
Abmessung eingeklappt: 6,6 x 10,2 x 5 cm
Abmessung in Benutzung: 10,8 x 10,2 x 5 cm
Gewicht: 312 gr.
Dioptrieneinstellung: ja
Bemerkung: Das Fernglas ist sehr leicht und liegt trotzdem gut in der Hand. Dank einer Gürteltasche kann man es bequem transportieren.

Name: Albinar
Auflösung: 10×25
Sehfeld: 5,5 °
Abmessung eingeklappt: 6,2 x 11,1 x 3,8 cm
Abmessung in Benutzung: 10,4 x 11,1 x 3,8 cm
Gewicht: 200 gr.
Dioptrieneinstellung: ja
Bemerkung: Das Albinar ist das leichteste und kleinste Fernglas hier im Vergleich. Auch hier gibt es eine Gürteltasche für unterwegs.

Name: TCM
Auflösung: 16×32
Sehfeld: keine Angabe
Abmessung eingeklappt: 5,3 x 14 x 4,5 cm
Abmessung in Benutzung: 10,5 x 14 x 3,9 cm
Gewicht: 269 gr.
Dioptrieneinstellung: ja
Bemerkung: Das Fernglas bietet für seine Größe eine erstaunliche Vergrößerung und ist trotzdem sehr kompakt. Eigentlich gehört auch hier eine Gürteltasche dazu, habe ich aber leider beim Gebrauchtskauf übersehen.

Name: Optus
Auflösung: 8x-24x-50
Sehfeld: 78 m
Abmessung eingeklappt: 19,3 x 17,5 x 6 cm
Abmessung in Benutzung: 19,3 x 19,7 x 5,7 cm
Gewicht: 914 gr.
Dioptrieneinstellung: ja
Bemerkung: Dieses Glas ist mit Abstand das größte und schwerste im Feld. Dafür bietet es aber auch die größte Auflösung (sogar Zoom). Diese Fernglas kommt mit einer Umhängetasche daher, was bei dem Gewicht auch Sinn macht.

Praxistest

Für den praktischen Einsatz habe ich mich entschieden auf das Alt-Fernglas (schwer und geringste Auflösung) und das Albinar (fast schon zu leicht und gleiche Auflösung wie das Nikon) zu verzichten. D.h., ich nehme das Nikon, das TCM und das Optus mit ins Feld.

Erste Erkenntnis: drei Ferngläser und eine große Kamera mitnehmen und dann auch noch Bilder schießen wollen ist großer Quatsch. Also eins nach dem anderen ..

Nikon
Die Tragbarkeit ist dank Gürteltasche sehr gut. Das Fernglas ist durch Öffnung das Tasche über den Klettverschuss schnell zur Hand. Zum Aufklappen benötigt man beide Hände. Die Haltung und Einstellung ist zwar im Prinzip einhändig möglich, aber nicht sinnvoll. Den Vergrößeruingsfaktor von 10 finde ich schon sehr gut. Mit der Dioptrieneinstellung habe ich mich zunächst etwas schwer getan. Man muss sowieso die Brille absetzen, weil sonst der Augenabstand nicht stimmt. Der Einstellring ist schwergängig, so dass die Einstellung auch für später erhalten bleiben sollte. Interessanterweise lassen sich die Okulare an der Gesichtsseite noch etwas herausdrehen. Eine Veränderung des Sichtfeldes erkenne ich aber nicht.

TCM
Für die fehlende Gürteltasche habe ich einen Ersatz gefunden. Allerdings hat diese Tasche einen Reißverschluß, so dass das Fernglas nicht so schnell griffbereit ist. Wie auch schon beim Nikon benötigt man zum Aufklappen beiden Hände, der Rest ist zwar auch hier einhändig möglich, aber unsinning, zumal durch die Vergößerung eine sehr ruhige Hand erforderlich ist. Mit einer Vergrößerung von 16 bietet das TCM schon etwas mehr „Nähe“ zu den Objekten. Auch das TCM hat eine Dioptrieneinstellung und ist somit ohne Brille nutzbar. Derr Ring ist hier etwas leichtgängiger, so das er sich unbeabsichtigt verstellen kann. Was mir persönlich nicht so guit gefällt ist die fest „verbaute“ Umhängeschnur. Sollte sie einmal reißen, gibt es keine Möglichkeit der Aufhängung.

Optus
Diese Fernglas ist mit Abstand das Schwerste und liegt gut in der Hand. Dafür bietet es aber eine Vergrößerung von 8x bis 24x über einen kleinen Hebel. Der Trageriemen könnte etwas breiter sein. Durch die großen vorderen Linsen (50 mm) kommt sehr viel Licht in das Glas und die Abbildungen wirken noch plastischer. Auch hier gibt es eine Dioptrieneinstellung. Zusätzlich verfügt das Optus noch über eine Vorrichtung für ein Stativ, allerdings ist bauartbedingt ein Winkledapater erforderlich.

Mein kleines Fazit

Man muss immer die Brille absetzen und die Dioptrieneinstellung nutzen, da das Brillenglas einfach hinderlich ist. Für die wirkliche Vogel- bzw. Wildtierbeobachtung werde ich das schwere Optus mitnehmen. Es bietet einfach die beste Auflösung dank 24-facher Verfößerung und große Linsen. Um mal eben unterweges bei einem Spaziergang etwas zu beobachten reicht aus meiner Sicht das TCM sehr gut aus. Es ist leicht und bietet immerhin eine 16fache Vergrößerung. Es handelt sich hier um meine persönliche Meinung und ist kein wissenschatlicher Test. Welches Fernglas nehmt Ihr mit?

Vergleichseiten

Stiftung Warentest 4/22
Chip 4/26

 

Zwei Anmerkungen aus persönlicher Erfahrung eines Experten: 
Wenn ich Vögel beobachte, trage ich das Glas immer offen, am Gurt. Die meisten Vögel warten nicht, bis man das Fernglas aus der Tasche geholt hat. Ich trage meins quer, also Glas an der linken Hüfte, der Riemen läuft über die rechte Schulter. So kriege ich keine Nackenprobleme. Das setzt voraus, dass der Tragegurt gut über die Kleidung gleitet bzw. locker genug sitzt.
Ich bin ständiger Brillenträger. Für mich muss es ein Fernglas sein, dass ich problemlos und ohne Einbußen am Sehfeld an die Brille setzen kann. Sonst: Problem wie oben – Vogel weg!
Noch ein Tipp für den Fernglaseinsatz: wenn man einen Vogel vor gleichförmigem Hintergrund erspäht hat (Himmel, Gebüsch, Äcker), nicht ins Glas schauen und damit den Vogel suchen, sondern den Vogel im Auge behalten und dann das Fernglas in die Blickachse schieben. Am besten erkennbare Hintergrundstrukturen (Astgabeln, Lücken im Laub etc.) merken.