Ferngläser – kleiner persönlicher Test

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Seit einiger Zeit beschäftigt mich das Thema Ferngläser zur Vogelbobachtung.
Was soll man nur nehmnen? Von einem Experten habe ich dazu folgenden Tipp erhalten:

Neben optischer Leistung sind Gewicht, Handhabbarkeit, Eignung für Brillenträger und Transportierbarkeit wichtig.  Man sollte ein Fernglas haben, durch das man immer wieder gerne schaut.

Zur Zeit stehen mir ein Taschenfernglas Nikon Sportstar …

ein Taschenfernglas Albinar …

und ein Vintage-Fernglas SNS zur Verfügung.

Hinzu kommen noch durch weiteren Zukauf über Kleinanzeigen ein Taschenfernglas von TCM (Tchibo) …

und ein großes Fernglas von Optus zum Vergleich.

Die Ferngläser im Einzelnen:

Name: SNS
Auflösung: 8×30
Sehfeld: 7,5 °
Abmessung eingeklappt: 15 x 11,7 x 5,5 cm
Abmessung in Benutzung: 16,5 x 11,7 x 5,5 cm
Gewicht: 533 gr.
Dioptrieneinstellung: ja
Bemerkung: Das Vintage-Fernglas hat bereits seine besten Tage hinter sich. Es ist abgegriffen und für die Auflösung sehr schwer, dafür liegt es sehr gut in der Hand. Der Schärferegler geht altersbedingt schwer, aber dafür ist ein versehentliches verschieben kaum möglich.

Name: Nikon
Auflösung: 10×25
Sehfeld: 6,5 °
Abmessung eingeklappt: 6,6 x 10,2 x 5 cm
Abmessung in Benutzung: 10,8 x 10,2 x 5 cm
Gewicht: 312 gr.
Dioptrieneinstellung: ja
Bemerkung: Das Fernglas ist sehr leicht und liegt trotzdem gut in der Hand. Dank einer Gürteltasche kann man es bequem transportieren.

Name: Albinar
Auflösung: 10×25
Sehfeld: 5,5 °
Abmessung eingeklappt: 6,2 x 11,1 x 3,8 cm
Abmessung in Benutzung: 10,4 x 11,1 x 3,8 cm
Gewicht: 200 gr.
Dioptrieneinstellung: ja
Bemerkung: Das Albinar ist das leichteste und kleinste Fernglas hier im Vergleich. Auch hier gibt es eine Gürteltasche für unterwegs.

Name: TCM
Auflösung: 16×32
Sehfeld: keine Angabe
Abmessung eingeklappt: 5,3 x 14 x 4,5 cm
Abmessung in Benutzung: 10,5 x 14 x 3,9 cm
Gewicht: 269 gr.
Dioptrieneinstellung: ja
Bemerkung: Das Fernglas bietet für seine Größe eine erstaunliche Vergrößerung und ist trotzdem sehr kompakt. Eigentlich gehört auch hier eine Gürteltasche dazu, habe ich aber leider beim Gebrauchtskauf übersehen.

Name: Optus
Auflösung: 8x-24x-50
Sehfeld: 78 m
Abmessung eingeklappt: 19,3 x 17,5 x 6 cm
Abmessung in Benutzung: 19,3 x 19,7 x 5,7 cm
Gewicht: 914 gr.
Dioptrieneinstellung: ja
Bemerkung: Dieses Glas ist mit Abstand das größte und schwerste im Feld. Dafür bietet es aber auch die größte Auflösung (sogar Zoom). Diese Fernglas kommt mit einer Umhängetasche daher, was bei dem Gewicht auch Sinn macht.

Praxistest

Für den praktischen Einsatz habe ich mich entschieden auf das Alt-Fernglas (schwer und geringste Auflösung) und das Albinar (fast schon zu leicht und gleiche Auflösung wie das Nikon) zu verzichten. D.h., ich nehme das Nikon, das TCM und das Optus mit ins Feld.

Erste Erkenntnis: drei Ferngläser und eine große Kamera mitnehmen und dann auch noch Bilder schießen wollen ist großer Quatsch. Also eins nach dem anderen ..

Nikon
Die Tragbarkeit ist dank Gürteltasche sehr gut. Das Fernglas ist durch Öffnung das Tasche über den Klettverschuss schnell zur Hand. Zum Aufklappen benötigt man beide Hände. Die Haltung und Einstellung ist zwar im Prinzip einhändig möglich, aber nicht sinnvoll. Den Vergrößeruingsfaktor von 10 finde ich schon sehr gut. Mit der Dioptrieneinstellung habe ich mich zunächst etwas schwer getan. Man muss sowieso die Brille absetzen, weil sonst der Augenabstand nicht stimmt. Der Einstellring ist schwergängig, so dass die Einstellung auch für später erhalten bleiben sollte. Interessanterweise lassen sich die Okulare an der Gesichtsseite noch etwas herausdrehen. Eine Veränderung des Sichtfeldes erkenne ich aber nicht.

TCM
Für die fehlende Gürteltasche habe ich einen Ersatz gefunden. Allerdings hat diese Tasche eine Reißverschluß, so dass das Fernglas nicht so schnell griffbereit ist. Wie auch schon beim Nikon benötigt man zum Aufklappen beiden Hände, der Rest ist zwar auch hier einhändig möglich, aber unsinning, zumal durch die Vergößerung eine sehr ruhige Hand erforderlich ist. Mit einer Vergrößerung von 16 bietet das TCM schon etwas mehr „Nähe“ zu den Objekten. Auch das TCM hat eine Dioptrieneinstellung und ist somit ohne Brille nutzbar. Derr Ring ist hier etwas leichtgängiger, so das er sich unbeabsichtigt verstellen kann. Was mir persönlich nicht so guit gefällt ist die fest „verbaute“ Umhängeschnur. Sollte sie einmal reißen, gibt es keine Möglichkeit der Aufhängung.

Optus
Diese Fernglas ist mit Abstand das Schwerste und liegt gut in der Hand. Dafür bietet es aber eine Vergrößerung von 8x bis 24x über einen kleinen Hebel. Der Trageriemen könnte etwas breiter sein. Durch die großen vorderen Linsen (50 mm) kommt sehr viel Licht in das Glas und die Abbildungen wirken noch plastischer. Auch hier gibt es eine Dioptrieneinstellung. Zusätzlich verfügt das Optus noch über eine Vorrichtung für ein Stativ, allerdings ist bauartbedingt ein Winkledapater erforderlich.

Mein kleines Fazit

Man muss immer die Brille absetzen und die Dioptrieneinstellung nutzen, da das Brillenglas einfach hinderlich ist. Für die wirkliche Vogel- bzw. Wildtierbeobachtung werde ich das schwere Optus mitnehmen. Es bietet einfach die beste Auflösung dank 24-facher Verfößerung und großen Linsen. Um mal eben untersege bei einem Spaziergang etwas zu beobachten reicht aus meiner Sicht das TCM sehr gut aus. Es ist leicht und bietet immerhin eine 16fache Vergrößerung.

Es handelt sich hier um meine persönliche Meinung und ist kein wissenschatlicher Test. Welches Fernglas nehmt Ihr mit?

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